IMG_0655.JPGAn der Abstimmung über 21 Vorschläge zur Neugestaltung der Südfassade der ASH nahmen 1433 von 4100 Hochschulangehörigen teil. Auf den Beitrag von Alice Salomon entfielen 215 Stimmen, gefolgt von May Ayim mit 150 Stimmen.

Bei der online durchgeführten Wahl wurde seitens der Hochschule eine weitere Idee hinzugefügt. Mit 217 Stimmen für zwei zusammengefasste Beiträge und mit acht zu vier im akademischen Senat abgesegnet, gewann der proaktive Vorschlag, alle fünf Jahre einen neuen Schriftzug anzubringen.

Die aktuelle Trägerin des Poesiepreises schenkt der Hochschule für soziale Arbeit dazu ein paar Worte aus ihrem Werk. Wo zuvor ein Gedicht in spanischer Sprache das Bild von Alleen, Blumen, Frauen und einem Bewunderer in seiner Überzeichnung lächeln ließ, werden bald neue Zeilen für zeitgerechten Ersatz sorgen.

Alleen und Blumen sind nicht mehr

Auch Feen wichen dem Verkehr

Kein edler Prinz da weit und breit

Nur Gestalten nicht ganz gescheit

Schritte hallen auf dem Platz

Klamm drücken Finger ihren Schatz

Noch zehn Sekunden bis zum Ziel

Gugelkarte hilft doch sehr viel

(von W. Schlingelowski, Januar 2018)

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

33 Comments

  1. Um des lieben Friedens Willen, wäre sicherlich auch Herr Gomringer ganz angetan von diesem „zeitgerechten Ersatz“. 🙂

    Hach, diese ganze Geschichte ist Realsatire …

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        1. Hm, ich frinde das G’dycht mehr fraulich. Aber ich mag mich irren ^^

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          1. … pardon, ein Err wegdenken bitte. Danke. Wegen des Irrens. Also des Errs. Das hat zwei. Nein nicht das Err (jedoch dies hier schon), jedoch das Irren en général.

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            1. Hehren Worten, gelassen ausgesprochen, lauscht Irene gern.

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  2. christahartwig 1. Februar 2018 um 17:46

    Ich bin sehr für Lyrik im Stadtbild. Ich finde, und habe das schon öfter geschrieben, dass jede ungenutzte Werbefläche zur Publikation von Gedichten genutzt werden sollte. Ich begreife aber die Entscheidung von Frau Köhler nicht, einem Haufen von Lyrikbanausen ein Gedicht zu schenken. Eine andere Sache wäre es. hätte man ohne vorangegangenen Streit über die Zulässigkeit eines admiradors beschlossen, die Fassade in Intervallen neu zu bespielen. – Also, liebe Frau Köhler, keine Bewunderung meinerseits für Ihre Großzügigkeit.

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    1. Man hätte auch die Intervallvergrämung der Fassade oder eine selbige überhaupt aus Lyrik beschließen können, so als Fünfjahresplan, deucht mir.
      Aber ich mag mich irren ^^

      (Habe ohnehin Verständnisprobleme. Also wohl weniger en général, aber in diesem Fassadenbeschlussfall irgendwie doch schon. Zumal „Hochschule für soziale Arbeit“!, schon dieses verstehe ich nicht, denn eine Hochschule (Universität) ist doch für Wissenschaft da, nein?, also für das Erlernen und die Betätigung von/durch von Wissenschaft?, aber Sozialarbeit ist nu wirklich keine Wissenschaft nich‘, es sei denn, ich würde mich nunmehr wirklich fundamental im Jahrhundert irren-. )

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      1. christahartwig 2. Februar 2018 um 15:07

        In Zeiten, in denen alles nach Abitur und anschließendem Studium strebt (und sich dennoch wundert, wenn der Klempner nicht kommt), wird es in kürzester Frist wohl Hochschulen für so ziemlich alles geben (müssen). Fünf-Jahres-Plan klingt irgendwie vertraut – also wie eine vertrauensbildende Maßnahme. 😀

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        1. …man wird wohl bald Doctor rerum plumborum werden können. Hm, unter der Ägide der Sotschialwischenschaften selbstverständlich ^^

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          1. christahartwig 3. Februar 2018 um 0:23

            Naja, irgend einen Ersatz müssen wir ja schaffen, für die Arbeitsplätze, die in Billiglohnländer abwandern oder in Länder, in denen Forschung zukunftsweisend gefördert wird.

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    1. Ja wirklich, die spinnen, die Römer.

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      1. Die Damen jener Fassadenhochschule (sofern ich das denn richtig oder überhaupt irgendwie verstanden habe, aber wie kann man das wissen?) würden Dir, Schling, jedoch wegen „Römer“ gewalttätig aufs Dach steigen, denn es heißt nun mal „Römer’Innen und Transgerömert’e’x“.
        Anderenfalls Zoress.

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        1. Dass Deutsche humorlose Prinzipienreiter sind, kann man so nicht sagen.

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          1. Ja, wohl nicht. Schließlich gibt es ja außer the-German-angst (und German-measles) auch noch the-German-schadenfreude 🙂
            Hm, jedenfalls zerstören linke Deutsche (also manche!) wohl gern Gedichte. Tja, es war zumal ein spanisches Gedicht. Das kann man wohl sagen ^^

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          2. Stimmt, kann man nicht, es muß wenn es um die Deutschen geht „PrinzipienreiterInnen“ heißen. Auch wenn es an der Fassade eher „Prinzipienreiter, außen“ sind, so wollen sie das nicht hören.

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            1. … ja, wobei die neueste Welle der sozialen Revolution (die die vorigen Wellen zu reaktionären macht, und immer so weiter) drauf besteht, so hörte ich, dass das *~Innen zunehmend sexistisch sei und durch ein ~x ersetzt werden müsse.
              Also Prinzipienreite*x sei’s Panier.
              Aber was danach kommt? Also wenn das ~x auch schon wieder reaktionär sein wird? Denn es wird!, da beißt die Fad keinen Mausen ab.

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              1. Das funktioniert, soweit ich weiß, nur in einem Fall, nämlich bei der weiblichen Form von „Zauberer“: das ist eine „Hex(e)“.

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                1. 🙂

                  (Und bei FedEx geht’s auch irgendwie. Aber frag mich nicht, weshalb)

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              2. Im Englischen steht der Buchstabe x für Christ. Die Religion erobert wieder unseren Alltag.

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                1. … hmmm, okay?
                  Ich dachte, die nennen Weihnachten extra deswegen Xmas, um keinen religiösen Bezug mehr drin zu haben?

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                  1. Es war wohl schon im Mittelalter so in Gebrauch. Kreuzberg wird vielleicht deswegen inzwischen auch mit X geschrieben.

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  3. aristobulus, die linkshänder? und christa , nur die schulen oben auf dem berg heissen doch hochschulen? und ägide, ich hab nachgeguckt, ne obmütze oder so?
    und noch eins,“kein prinz mehr weit und breit“ komm doch zu mir, liebe trägerin des poesieprises, natürlich nur wenn er nicht so schwer ist, und zeitgerecht.
    für diesen informativen artikel danke ich dir sehr herr dr schlungsite

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    1. Erst nach langem Wühlen im Internet kommen, wie immer, die genaueren Hintergründe zum Vorschein.🐿

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        1. Auf der Internetseite des dortigen AStAs, welche schon seit ca. zwei Jahren gegen das Gedicht kämpft, fühlte sich die Studierendenvertretung bei der Abstimmung benachteiligt. Welchem Spruch an der bewussten Wand ihre Zuneigung gilt, ist nicht klar.

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  4. und ein e dazu, beim poesiepreis, gruss an aristobulus, voll solidarisch

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    1. Bittesehr.
      ‚N Gedicht?
      Ach heut nicht.

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  5. Auch das herrlichste Gedicht
    für den Kleingeist ’ne Verschwendung ist
    darum lass die Wand doch weiß
    und den Dummen ihren Scheiß

    (Herr Ösi, Februar 2018)

    Obiges Gedicht darf laut Autor auf alle zur Verfügung stehende Wände gepinselt werden, nicht nur auf weiße …

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  6. Ich bin ja für:

    [hier könnte Ihr Gedicht stehen]

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