IMG_2139 (2).JPGFSK: freigegeben ab 12 jahren, Musik: „Lass dich überraschen …“ (Rudi Carell)

Das im Vorjahr gescheiterte Machwerk: „Die Großkopferten“ geht nach einer langwierigen Überarbeitung mit Hilfe eines bayerischen Showrunners erneut an den Start. Andere mögliche Coproducer stiegen bei vielen Themes aus und schieben sich jetzt gegenseitig den schwarzen Peter zu.

Der Fantasythriller spielt vor dem Background einer totalvernetzten Welt, deren Gefahren sich erst kürzlich in einer CPU-Schwachstelle zeigten. Ähnlich den Zellen des menschlichen Körpers mit dem Gehirn als zentrales Steuerungsorgan sind auch dort kleinste Einheiten miteinander verbunden.

Informationen über bestimmte Sachverhalte können selbst bei annähernd vollständiger Erfassung vielfältig gedeutet und bewertet werden. Abweichungen der Weiterleitung von Reizen oder in der Informationsverarbeitung führen oft zu recht unterschiedlichen Nutzererfahrungen.

Als kleiner Diktator beherrscht der einzelne Mensch seinen eigenen Körper und vergrößert erst im Zusammenschluss mit anderen seine Macht. Bisher stehen die begrenzten Einflussbereiche mehr oder weniger im Gleichgewicht. Anders sähe es allerdings aus, wenn künstliche oder biologische Systheme nicht mehr getrennt wären; ein Fehler könnte dann einigermaßen schwerwiegende Folgen haben.

In diesem Spannungsfeld von Alzheimer und Wahnsinn oder Sensorausfall und Fehlinterpretation verschaffen sich dann Hacker, soviel sei verraten, mutig Zutritt in geheime Schaltstellen. Trotz einiger Überlängen, was viele befürchten lässt, das Ende nicht mehr mitzuerleben, erwartet den unverdrossenen Zuschauer ein durchaus sehenswerter Streifen.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

8 Comments

  1. christahartwig 10. Januar 2018 um 15:28

    Irgend etwas scheine ich nicht mitbekommen zu haben. Wie viele Versuche hat man denn bei der Berlinale?
    Anyway – das hört sich nach einem Streifen an, der mich interessieren könnte. Wie viele Minuten genau? Ich glaube ja fest an die 90 Minuten bei Spielfilmen. Allerdings glaube ich auch an den goldenen Schnitt als das ideale Leinwandformat, und deswegen nimmt mich sowieso niemand ernst.

    Gefällt 1 Person

    Antwort

    1. Spannend wird auch wieder die Verleihung des Publikumspreises, der oft aus unerfindlichen Gründen zu ganz anderen Beurteilungen als die Jury kommt.

      Gefällt 2 Personen

      Antwort

    2. Gefährlich wird es, wenn die 90 Minuten einander mit der Jury, den Darstellern, dem vielen Fördergeld und überhaupt mit Berlin durchdringen, denn es reicht, dass unter den Fördermillionen nur ein einziger gefälschter Cent war!, und das Unheil für alle Welt nimmt seinen Lauf.

      Gefällt 2 Personen

      Antwort

      1. … und überhaupt das Publikum. Weia. Es darf auf keinen Fall auch noch Publikum involviert werden!, denn dann wird das alles ein einziges kosmisches LOCH.

        Gefällt 1 Person

        Antwort

        1. Das ist auch nostalgischen Stadtplanern ein Dorn im Auge. Über den „Walk of Fame“ für die Publikumslieblinge sollen zukünftig Straßenbahnen wie vor hundert Jahren rollen.

          Gefällt 1 Person

          Antwort

  2. Apropos Fehlinterpretation: habe ich doch tatsächlich CDU-Schwachstelle gelesen …

    Gefällt 1 Person

    Antwort

    1. 🐌 Ein Reparaturteam ist unterwegs! Danke für den Hinweis.🐛

      Gefällt 1 Person

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s