IMG_2035.JPGEiner der ersten Wintermärkte hat geschützt von Betonpollern seine Pforten am Potsdamer Platz geöffnet. Besucher aus nah und fern stimmen sich schon mal bei einem gemütlichen Umtrunk auf die Adventszeit ein.

Nur wenige Schritte entfernt erinnert eine temporäre Installation von drei senkrecht aufgestellten Bussen vor dem Brandenburger Tor an die vergangenen Kämpfe in Aleppo. Inspiriert von einem in Künstlerkreisen als surreal empfundenen Foto einer Straßensperre zwischen sunnitischen Rebellen und schiitischen Regierungstruppen soll sie das priviligierte Europa vor Bürgerkriegen warnen.

Erstmals aufgestellt wurde dieses von der Dresdner Bürgerschaft mittels Spenden finanzierte Werk anlässlich des Jahrestages der Bombardierung einer von Flüchtlingen überquellenden Stadt in den letzten Kriegsmonaten. Der von Touristen und Pegidademonstranten beliebte Platz vor der Frauenkirche wurde als würdiger Rahmen für das als Gesprächsangebot gedachte Kunstwerk ausgesucht.

Auch ein anderer Meisterschüler von Prof. Bosslet erlangte nach Petra, einer pinkelnden Polizistin, zuletzt in Leipzig mit einem halb in Beton eingegossenen interaktiven Hund ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Faszination dieses grauen Werkstoffes mit seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten erlag lange zuvor der Schöpfer des senkrecht einbetonierten Cadillacs am Ende des Kudammes. Selbst wenn sich das Auge mancher verständnisloser Autoliebhaber je nach Verkehrslage furchtsam verschließen will. ist es doch in all seiner Widersprüchlichkeit aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

3 Comments

  1. Ja nu, es gibt halt viele Leutz‘ da und dort, und überall da, wo es viele Leutz‘ gibt (also überall), machen sie viele sehr komisch sinnlose Dinge.
    Also achtizg Prozent aller Dinge, die Leutz‘ so machen, sind äußerst komisch bis äußerst unnötig bis völlig sinnlos, so mecht‘ ich sprechen, ja?, und komischerweise ist das so immer und überall.
    Heißt: Je mehr produziert wird, um so mehr Müll wird produziert.
    Wenn nur ganz wenig produziert wird wie etwa im Barock usf., dann fällt der Müll-Anteil kaum auf, zumal i solchen Mangelzeiten allein das Produzieren schon so überaus aufwändig gewesen ist-.

    Heutzutag‘ ist das anders, da gibt es keinen Barock mehr, und kaum Mangel, und wohl gar keine Vernunft. Also betoniert man dann pissende Betonpfeiler in Hundeform in Polizistinnen ein und kräht derweil „Aleppo!“, während man das für Kunst hält und glaubt, man sei irgendwie kritisch.
    Ach…

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    1. Neu…Nach letzten Meldungen sollen sich noch mehrere Fahrgäste in einem der Busse befinden… Augenzeugen berichten von Streitigkeiten über woher und wohin…

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      1. 😀
        Einige wollen nonstop ins Erdinnere, Andere wollen lieber eine Haltestelle dazwischen, und sie können und können sich nicht einigen (hach, Revolutionäre und Reformisten untereinander immer so)

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