IMG_2026[266].JPGDie Verwaltungsgebäude des BND bieten Platz für die durchnummerierten Büros von ca. 4000 namenslosen Servicemitarbeitern. In der näheren  Umgebung haben sich schon Physiotherapeuten, ein Arzt für Diabetes und ein Herrenausstatter niedergelassen; Edeka mit Bistro, ein Friseur und eine nette kleine Bar laden zu einen Besuch ein.

Nach Durchquerung der Sicherheitsschleuse gilt die Zugangsberechtigung für das eigene Büro in den voneinander abgeschirmten Abteilungen. Der ungestörte Blick aus den schießschachtartigen Fenstern fällt auf einen hohlen kantigen Klumpen mit 18 Tonnen Gewicht, der von einem Künstler aus Würselen im Vorgarten aufgestellt wurde

Tagein, tagaus werden unzählige Berichte über verdächtige Geräusche aus dem Inneren verfasst. Vibrationen verborgener Vorgänge versetzen den scheinbar schwebenden rostbraunen Koloss in Schwingungen, die sorgfältig analysiert werden müssen. Mehreren auf ihn gerichteten Kameras entgeht so gut wie nichts.

Die Auswertung digitaler Daten verbleibt in Pullach, wo schon Bormann wirkte, als es noch: „Ein Reich, ein Volk, ein Führer“ hieß. Trotz Übernahme der Firma: „Horch und Guck“ im Osten sind die Aufgaben nicht leichter geworden, auch wenn nicht mehr die ganze Kleinarbeit durch persönlichen Kontakt im Vordergrund steht. Die Fülle der heute freiwillig zugeführten Informationen wäre sicherlich für deren Überleben hilfreich gewesen.

Ins Visier des demokratisch legitimierten Nachrichtendienstes geraten neben international agierenden Salafisten nun vermehrt als harmlose Nachbarschaftshilfe getarnte  Selbstorganisationen. Mit dem Tausch Arbeitszeit gegen Arbeitszeit oder Ware gegen Ware unterlaufen sie unverfroren den freien Handel großer Konzerne. Das angestrebte Ziel: „One world, one people, one government“ rückt so in weite Ferne.

Das Gemeinwohl durch Roboterisierung und der damit verbundenen Sozialhilfe für alle kann durch verantwortungsvollen Umgang mit Maschinen in den Händen der Besitzenden,  deren tatkräftige finanzielle Unterstützung ihre Entstehung  erst ermöglicht, zügig Gestalt annehmen. Mit der Entwicklung von Friedensrobotern wird auch dem öffentlichen Sicherheitsbedürfnis der Bürgerschaft Folge geleistet.

Bewerbungen können jederzeit persönlich abgegeben werden. Flexible Tätigkeit, unkündbare Anstellung und finanzielle Sicherheit sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Gerade für Quereinsteiger bietet der Dienst eine willkommene Abwechslung.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

4 Comments

  1. Nach erfolgreicher Bespitzelung meiner Nachbarn – es sind außer mir deren fünf Parteien, die im selben Eingang wohnen – wurde ich nun vom Staat gebeten bzw. ich habe durch Eigeninitiative den lukrativen Auftrag an Land gezogen, die gesamte Straße, in der ich wohne, samt alle angrenzenden Sack- und Nebengassen lückenlos zu überwachen und sämtliche Personen beim geringsten Abweichen von der erlaubten, strikt vorgegebenen Norm unverzüglich den allgegenwärtigen Behörden zu melden.
    Nun erweist sich meine Wohnung als viel zu klein, um all jene Gerätschaften unterzubringen, die ich für diesen Job benötige.
    Daher würde ich gern eines dieser angebotenen Büros mieten bzw. gleich das gesamte Gebäude, da ich die Belegschaft, die ich sinnvoller Weise gleich in meiner Straße rekrutiere, weil die da ja am besten wissen, was wann wie und wo beim Nachbarn läuft, also, diese neu zu rekrutierende Belegschaft will schließlich in einem standesgemäßen Bau leben und arbeiten … und deshalb nehmen wir – wenngleich notgedrungen – auch den 18 Tonnen Brummer hin …

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    1. Ein durchaus auch aus ökologischen Gründen begrüßenswerter Schritt. Bitte reichen Sie noch, der Vollständigkeit halber, die Daten für die Zeit zwischen 2 Uhr59 -3 Uhr nachts vom 29. 10. 17 nach, kurz nachdem Sie noch eine Runde anschrieben ließen.

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      1. Lieber nicht. Die Gefahr, das gesamte Viertel mittels eines Polizeieinsatzes räumen zu müssen, wäre zu groß … 🙂

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  2. Auf so was aus Papier haben wir in der Schule während langweiliger Schulstunden „Käsekästchen“ gespielt -:))) auch da drohte bei Entdeckung und erfolgter Überwachung strengste Strafe. Vielleicht hat der Erbauer traumatische Erfahrungen aus seiner Schulzeit verarbeitet und was die Bespitzelung angeht; da leben hinter vielen Fenstern Musterexemplare, an Quereinsteigern wird kein Mangel herrschen.

    Galgenhumorige Grüße vom Dach, Karin

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