IMG_1685 Nachverdichtung mit anteiligen sozialen Wohnungsbau gewährleistet die Berliner Mischung, welche schon früher in unzähligen  Hinterhöfen ihre romantischen Anfänge nahm. Angesichts von Wohnraumverknappung sind Preise von 4000 pro m² keine Seltenheit. Letzte verwilderte Lücken, die Krieg und Abrissbagger in das Stadtbild geschlagen hatten, schließen sich.

Ausgrenzung sozial Benachteiligter und Verdrängung an den Stadtrand begünstigen die Entstehung von Brutstätten der Unzufriedenheit. Moderne Containersiedlungen und Tempohomes gewährleisten Zugang zur Infrastruktur und erleichtern so Integration. Die Nachnutzung mobiler Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) durch Studierende oder Sozialhilfeempfänger wird als möglich betrachtet. Soziale Vielfalt mittels kommunikativer Wohnprojekte erlaubt Teilhabe auch für Normalverdiener.

Immer mehr Menschen entschließen sich zu einer mobilen Lebensweise. Die soziale Marktwirtschaft versucht diesen Bedürfnissen nachhaltig entgegenzukommen; Microappartments finden regen Zuspruch. Wohnungsbaugesellschaften stellen sogar auf Antrag Flächen für streetart zur Verfügung. Populistische Vorschläge Mietpreiserhöhungen an die allgemeine Einkommensentwicklung zu koppeln, behindern nach Ansicht unabhängiger Experten den freien Handel.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

12 Comments

  1. Den Ausdruck „Tempohomes“ kannte ich noch gar nicht…

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    1. Frei übersetzt, heißt das wohl: Übergangswohnheim, was aber bei Interessenten eher düstere Vorstellungen wecken könnte.

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  2. Bei zur Verfügung gestellten Flächen dachte ich unwillkürlich an Wiesen- oder Brachland, ehemalige Gartenanlagen und Wagenburgen aus tiny houses. Es gibt so viele alternative Ideen, man sollte keine von vorn herein abwürgen. Manchmal entstehen machbare und bezahlbare Mischformen.
    Der freie Markt – bedeutet für mich frei von Manipulation – existiert auf dem Wohnungssektor nicht mehr seit den Verkäufen der Sozialwohnungen an „Investoren“. Allerdings machen gesetzmäßige Festschreibungen erst dann wieder Sinn, wenn Politik gewillt ist, keine Schlupflöcher mehr bewusst einzubauen wie bei der Mietpreisbremse oder dem Maklergesetz.

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    1. Weltweit agierende Investoren nutzen die steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot für Gewinnmaximierung. Versorgung mit Nahrung und Wasser sowie ein Dach über dem Kopf ist, zumindest in hiesigen Breiten, unerlässlich. Das freie Spiel der Kräfte findet da seine Grenzen. Anders als beim Autokauf kann man bei der Wohnungssuche nicht auf Angebote anderer Länder zurückgreifen. Darunter haben auch Existenzgründer oder andere innovative Kräfte zu leiden, welche spekulative Mieterhöhungen nicht auf Kunden abwälzen können.

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      1. Genau. Und nach Ablauf des Verzichts auf Gewerbesteuern – 3 bis 5 Jahre – werden die Immobilien an die nächste, oft auch Tochtergesellschaft weiter „verkauft“.

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  3. Wird Zeit, das unter dem S-Bahnbogen mal einer Miete kassieren geht. Grad jetzt, beim Starkregen droht da unzumutbare Überbelegung, das muss der Markt dringend bereinigen.

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    1. Gute Idee, ein Kleinwagenbesitzer muss sich ja auch zwei Parkscheine zum Ausgleich ziehen, sobald er vorgegebene Markierungen unterschreitet.

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  4. Das Wandgemälde ist allererste Sahne. Die Deckenhöhe wohl auch. Aber spätestens in Punkto Wärmedämmung, sanitärer Einrichtung und Privatsphäre ist Schluss mit lustig …

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    1. Unter dem Pflaster liegt der Strand. Nach ein paar Tagen Srandurlaub sieht alles entspannter aus.

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