Wie erst jetzt bekannt wurde, ist das Ausmaß der Schäden im Umfeld des G20-Treffens weitreichender als angenommen. Noch immer fassungslos schildert Caroline P. (Hebamme, 38jährig, verheiratet, 2Kinder) die Vorgänge vom vergangenen Wochenende bei dem jährlichen Treffen des Oldtimerclubs nahe der Hansestadt Hamburg. Ihre gesamten Ersparnisse steckten in dem erst kürzlich vollständig restaurierten Cadillac. Nur ein dunkler Ölfleck auf dem Schotter vor dem mit der amerikanischen Flagge geschmückten beliebten Landgasthof: „Country“ erinnert noch an ihn.

Auch der Besitzer eines schwunghaften Autohandels mit angeschlossener Werkstatt und eigenem TÜV-Service gehört zu den Betroffenen. Der langanhaftende Brandgeruch lässt sich allerdings durch Austausch der Innenausstattung beseitigen. Kurz vor Ausbruch des Brandes wäre nach seiner Aussage ein Bus mit dunkel abgetönten Scheiben langsam vorbeigefahren. Er hätte sich zunächst nichts dabei gedacht. Fast versagt ihm die Stimme als er die Höhe des Schadens ausrechnet.

Mit einem Unterversicherungsverzicht und einer sofotigen Anpassung der Versicherungssumme können schon im Vorfeld geeignete Maßnahmen gegen Vandalismus getroffen werden, erläutert Eduard L. in einer Broschüre. Der agile sonnengebräunte Mittfünfziger hat sofort, nachdem er von seinen Kunden benachrichtigt worden ist, seinen Segelurlaub unterbrochen. Zumindest gleicht die Vollkasko mancher Clubmitglieder deren materiellen Verluste aus. Erfreulich für engagierte Unternehmen sei die momentan starke Nachfrage für Zusatzversicherungen und Rechtsschutzversicherungen für Aktivisten, die dem gestiegenen Risikobewusstsein  Rechnung tragen.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

9 Comments

  1. Post-gipfelige Aufarbeitungsbeschaffung: nun haben die Experten wieder was zu tun ! 😉 Grüße.

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    1. Der eigene Wille zum Frieden ist immer da; nur die anderen wollen ihn mal wieder nicht. 😉 LG zurück

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      1. *… der werfe den ersten Stein …* (Evangelien)

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        1. …oder wer im Glashaus sitzt, sollte nicht…

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  2. Sich an einen Oldtimer zu vergehen grenzt wahrlich schon an Tierquälerei …

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    1. Auch seine jüngeren Artgenossen leiden stark unter den Autoagressionen. In freier Wildbahn werden sie wohl bald kaum noch zu beobachten sein.

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  3. Haben diese Aktionen nun wem geholfen? Ich denke, es wurden mehr Probleme verursacht als zuvor.

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    1. Außer Spesen, nix gewesen. Die bräuchten dringend mal einen Medienberater.

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  4. Das sind alles nur über die Pressse gestreute Gerüchte, damit die Leute ihre Versicherungen nicht kündigen.
    Bei bürgerkriegsähnlichen Ausscxhreitungen zahlen Versicherungen nicht, und was das ist, bestimmen die selber.
    Kunden werden bei Schäden zu „Vergleichen“ erpreßt, sogar von Seiten der Gerichte (denn beim Vergleich erspart sich das Gericht ein Urteil: weniger Aufwand).

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