IMG_1774(links: “ Winnie“ ethno dress, rechts: „Corleone“ classic look)

Demnächst dürfen in Berlin keine sexistische oder sonstig diskriminierende Werbeplakate aufgestellt werden. Grundlos naiv vor sich hinlächelnde Frauen, womöglich an der Seite eines Anzugträgers entsprächen nicht dem zu vermittelnden Bild von Gleichstellung. Dieser von Linksfraktion gestellte Antrag stößt bei den Grünen und der SPD auf Zustimmung und gibt Anlass über Rollenklischees des jeweiligen  Konsumenten nachzudenken.

Junge Mädchen eifern diesen Modellen nach; Mager- und Gefallsucht sind die Folge. Lächeln wird als Zustimmung für eine Partnerschaft fehlgedeutet. Der so angeheizte Sexualtrieb löst dann das männliche Balzverhalten aus. In waghalsigen Straßenrennen und Schlägereien, wie es ähnlich auch in der freien Natur zu beobachten ist, findet das Vertreiben von Konkurrenten seinen Ausdruck.

Neben Jungmännern laufen auch Rentner in die auf den Wegen lauernde Venusfalle. Selbst langjährige Partnerschaften werden gefährdet und Seitensprünge nehmen zu. Bei erfolglosem Bemühen kann es zu übergriffigen Radikalisierungen kommen. Gerade im öffentlichen Raum bedarf es der Rücksichtnahme auf Menschen, welche gegenüber dem herrschenden Lebensstil Vorbehalte haben. Vorsichtshalber verhängte Katar den mit halbnackten Figuren verzierten Giebel eines zuvor erworbenen Hauses in Zehlendorf mit der katarischen und deutschen Flagge, um nicht ins Visier zu geraten. Selbstlose Anerkennung gleichwertiger Anschauungen trotz vielschichtiger Gewichtung ihrer Bestandteile ebnen den Weg für einen verständnisvollen Umgang miteinander.

Wahlkampfplakate mit entstellten Gesichtszügen vieler Politiker durch Dauerlächeln sind bestimmt auch vom Verbot betroffen. Das Verschwinden aus dem Stadtbild würde wahrscheinlich nicht auf allzugroßes Bedauern stoßen. Oft verstecken sich hinter der anlasslos  freundlich grinsenden Maske nur wieder grausame Maßnahmen, welche dem unbedarften Stimmvieh zugemutet werden sollen.

 

 

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

16 Comments

  1. Es wird immer absurder, ja, wenn durch die sgnt. political correctness, das Kind gleich mit dem Bade ausgeschüttet wird … oje ! Fremdbestimmung juche! L.G.

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    1. Das eigenartige Wittern von Herabsetzung bei jeder sich bietenden kleinsten Gelegenheit liegt oft an der biederen Betrachtungsweise von selbsternannten Moralaposteln mit einer allzu regen fast neurotischen Phantasie. Wahrscheinlich soll wieder mal ein neuer Mensch erschaffen werden.

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      1. das klingt, psychologisch, schlüssig. Nun ich denk, dieser „neue Mensch“, der kann uns echt gestohlen bleiben.

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  2. Gut beobachtet und köstlich aufnotiert!

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    1. Danke, freut mich sehr. Dem Beitrag ist sicherlich einer der vorderen Plätze auf deren Beobachtungslisten beschieden.

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  3. Klasse, ich hab es immer schon gefordert,
    dass man endlich Kindern den Puffreis verbietet,
    Und ich gestehe, auch schon einmal von einer anderen Frau angelächelt worden zu sein.
    ist aber noch mal gutgegangen: ich habe einfach weggeschaut.

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    1. Platonischer Liebe ist eindeutig Vorzug zu geben, falls ihr nicht ganz entsagt wird. Es gibt keinen Streit. In den sehnsuchtsvollen Träumen voneinander erscheint das Objekt der Begierde in den allerschönsten Farben.

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  4. Ja, die Sehnsucht malt mit goldenem Pinsel.

    Wobei auch über ein Verbot des Wortes Pinsel nachzudenken ist.

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  5. Gut, dann werden wohl alle Werbeplakate über kurz oder lang verschwinden. Wenn wir stattdessen danach mehr Natur sehen, soll’s mir Recht sein …

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    1. Aber als erstes würde ich alle Wahlplakate verbieten lassen …

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      1. Ja unbedingt. Überlegungen eines Bilderverbotes sind schon im Gange.

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    2. Es gibt ja wunderschöne Naturaufnahmen, die das Stadtbild verschönern könnten. Von den Werbeeinnahmen ließe sich dann 🤓der Umweltschutz wirksam unterstützen.

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      1. Vorsicht! Daraus schließt womöglich die Masse, es gebe gar kein Umweltproblem.

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        1. Ein wichtiger Einwand, der unbedingt durch beigefügte Warnhinweise berücksichtigt werden sollte.

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