img_1329Fast unbemerkt von den Medien arbeiten radikale Organisationen der Integration sozio-ökonomischer Diversifizierung entgegen. Wohlstand für alle ist ohne globale Harmonisierung verbunden mit freien Kapitalfluss kaum denkbar. Multi braucht multi. Gerade die Übernahme von Verantwortung für kleinere Firmen verhindert deren Konkurs und sichert so die Produktvielfalt. Gemeinnützige Bestrebungen internationaler Konzerne würden die Entstehung von Monopolen begünstigen, behaupten nur von Neid und Missgunst erfüllte Kritiker.

Zur Überwindung nationaler und kultureller Grenzen trägt auch eine gemeinsame Sprache bei. Im Englischen kommen fast nur männliche Formen vor, während im Deutschen störrisch an unnötigen Differenzierungen festgehalten wird. Nach dem Anfangsbuchstaben N von meist negativen oder neutralen Wörtern geraten jetzt auch Begriffe, welche mit er enden, ins Visier der Sprachforscher.

Während sich N leicht z.B. durch J ersetzen lässt, bietet sich beim kleinen R a, e oder i an. Das etwas umständliche der oder die Studierende sowie ein Studierender oder eine Studierende läßt sich durch das Studi ersetzen, will man nicht gleich das englische Wort  student benutzen. Profi für Professor bietet sich an und folgerichtig wird der Roboter zu  Robbi mit seinem geschlechtslos gleichgültigen Wesen zum Vorbild.

Indem disharmonische Wörter oder Buchstaben entfallen, geraten sie in zukünftige  Vergessenheit. Diffuse Ängste lösen sich auf und diskriminierende Herabwürdigung findet nach Abschaffung ihrer Begriffe endlich keinen Ausdruck mehr. Sprachliches Wirrwarr  reduziert sich, aller Voraussicht nach, zu einem vielstimmig friedvollen Aum oder so ähnlich.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

3 Comments

  1. Damit ein vereinfachtes Bewußtsein das Sein entkompliziert und verschönert. Hegel würde sich im Grab herumdrehen, ganz so als ob Merx&Engels einen flotten Stepptanz auf selbigen aufführten. Oder doch eher umgekehrt?

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    1. Selig sind die Bargeldlosen. Sie säen nicht, sie jäten nicht und doch ist ihr Teller allzeit mit Gaben wohl gefüllt.

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    2. Merx scheint mir von den Engels und den anderen guten Geistern schon verlassen zu sein, aber dafür würde vielleicht Orwelli das Tänzchen mitmachen. Doppeltplusguter Text übrigens, schlingsite.

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