IMG_1231.jpgDen Job wollte Jürgen bestimmt nicht haben. Lieber kutschierte er gemütlich Leute durch die Gegend. Da kommt man auch viel rum und lernt einiges kennen. Als Außenminister von einem Termin zum nächsten hetzen, sich den Mund fusselig reden und dann kommt es doch ganz anders, wäre wie dauernd irgendwelche Umwege fahren zu müssen.

Man nehme nur die Flüchtlingskrise, die Ende 2014 an Fahrt aufnahm. Entwicklungsminister Gerd Müller stellte im Beisein von Steinmeyer die Verhältnisse in den Lagern und die Lebensumstände der zum größeren Teil außerhalb untergekommenen Menschen dar. Fehlende Spendengelder für WFP und UNHCR drohten deren Aufgaben zu gefährden. Anfang des nächsten Jahres sank das verfügbare Guthaben auf den Geldkarten von 28  auf 21 Euros pro Monat, was sich auch auf die Wirtschaftsleistung der Aufnahmeländer auswirkte.

Nach einem Besuch im Libanon und in Jordanien warnte er vor einer Destabilisierung, da deren Aufnahmekapazitäten für Millionen von Syrern erschöpft waren. Im Juli gab es nur noch 7 Euros und teilweise musste die Hilfe ganz eingestellt werden. In ihrer Not kehrten viele nach Syrien zurück, andere vertrauten sich Schleppern auf den Weg nach Europa an. Die Amerikaner konnten, laut Kerry, wegen fehlenden Sicherheitspersonals auch kaum jemand aufnehmen. Nach einer Besichtigung eines dieser Lager im September zeigte sich Gabriel tief betroffen, bisher waren weniger als die Hälfte der benötigten Gelder eingezahlt.

Durch die langen Verwaltungswege der europäischen Kommission, hieß es, seien die Informationen darüber nur langsam zu den Entscheidungsträgern vorgedrungen. Die freundliche Aufnahme durch die Kanzlerin wurde im arabischen Raum dankbar begrüßt und als Mutter aller Gläubigen betitelt, erhielt sie dort viel Zuspruch für diese spürbare Entlastung. Wie schon ihr Außenminister zuvor warnte sie dann im Dezember vor Unterversorgung, welche jedoch 2016 beseigt werden konnte.

Auch wenn er als zukünftiger Bundespräsident in etwas ruhigeres Fahrwasser gleiten würde und sein Wort mehr Gewicht erhielte, so klare Regeln wie im Straßenverkehr gibt es da wohl nicht. Fehlverhalten kann allerdings auch hier drastische Folgen haben. Es sei denn, man steht unbeweglich im Stau wie gerade jetzt. Hoher Saatsbesuch ist mal wieder unterwegs und wichtige Straßen sind gesperrt. Wenn es nach ihm ginge, sinnierte Jürgen, sollten die sich doch einfach zu einem Dauermeeting in einem der unterirdischen Bunker einfinden.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

4 Comments

  1. Lieber Schlingsite!
    Wenn ich mir so das Foto betrachte, frage ich mich, ob eine Kuh da nicht die schönere letzte Ruhestätte hat, wenn sie zerteilt und angebraten in einer braunen Soße, zwischen Pellkartoffeln und Gemüse auf einem Porzellanteller ruht 🙂
    Herzliche Grüße von der Alm
    Mallybeau … muh

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    1. Liebe Mallybeau!
      Das ist sicherlich richtig. Es kommt dabei natürlich auf den Standpunkt an, lieber auf dem gedeckten Tisch oder an ihm Platz nehmen. LG. aus Berlin

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  2. Ein Sarg als Freischwinger und im Jukeboxloo! Wow! Sicher inspiriert durch „Elvis the Pelvis“! ;)…

    „Der Verstorbene möge sanft hinüberschwingen…“ Das hat doch was!

    Und die Politik? Für einen nominellen Euro kann man in Deutschland eine ganze Ritterburg erwerben und Amerikas Trump schlägt sich ja auch ritterlich. Mittelaltermärkte sind in. Was will man mehr? Nehmen wir es „minniglich“ hin.

    Liebe Grüße,
    Frank

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  3. Ein Dauermeeting der Politiker in einem der unterirdischen Bunker wäre wohl das beste, was uns passieren könnte …

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