IMG_1201.jpgFür die kommende Wahl (ab 18, D) zum Abgeordnetenhaus in Berlin sowie zu den 12 Bezirksverordnetenversammlungen (ab 16, D, EU) zieht der 12 jährige Wahlbeauftragte sein ernüchterndes Fazit. Seit 2004 beobachtet er, bis auf folgende Standpunkte, eine Angleichung thematischer Parteiaussagen.

Fahrradfahrer sind am besten bei den Grünen, dicht gefolgt von den Linken, Piraten und Sozialdemokraten, aufgehoben. Für Autofahrer empfiehlt es sich die AfD den Liberalen oder der CDU vorzuziehen. Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs sollten sich besser der SPD oder den Piraten zuwenden. Anhängern der direkten Demokratie bietet sich die AfD zusammen mit den Grünen und den Piraten an. In Fragen der Integration von Flüchtlingen nimmt wie erwartet die AfD eine ablehnende Position ein, während die Linke einen generellen Abschiebestopp für Geflüchtete fordert.

Als Sozialhilfebezieher sollten AfD und FDP eher gemieden werden.Wer einen Platz im öffentlichen Dienst anstrebt, vertraut sich mit der gößten Aussicht auf Erfolg hoffnungsvoll der SPD oder den Grünen, welche Stellen im sozialen Dienst bereitstellen wollen, an. Besonders Langzeitarbeitslose wählen in diesem Falle vozugsweise die Linke. Die Befürchtung allgemeiner Videoüberwachung zerstreuen mit weitem Vorsprung Piraten, Liberale und Grüne. Rechtslastige Fahrradfahrer mit Hartz4 sehen sich klar im Nachteil. Autofahrern mit Linksdrall bleibt als Ausweg der Umstieg auf den Öffentlichen Nahverkehr.

Eine mehrfache Mitgliedschaft der Kandidierenden in Parteien kombiniert mit Vielstimmenabgabe der Wahlberechtigten bietet Möglichkeiten widersprüchliche Positionen klar auszuhandeln. Dieser mutige Vorschlag eines unabhängigen Einzelkandidaten wirkt vor dem Hintergrund vielfacher Funktionsverflechtungen von Parteimitgliedern einleuchtend.. Ob sich dieses Modell auch im Fußball auszahlt, bleibt allerdings fragwürdig.

Ihren zuständigen Wahlberater erreichen Sie bei der Telefonauskunft der Bürgerämter; oder schicken Sie einfach die Briefwahlunterlagen mitsamt ausführlichen Lebenslauf  zurück. Eine auf Ihre Bedürfnisse maßgeschneidertes Kreuzchen an der richtigen Stelle übernimmt dann das parteiunabhängige E-Government mit über 50% Trefferquote.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

9 Comments

  1. Frage: Und die Basejumper? Wo sind die am besten aufgehoben?
    Antwort: Die müssen erst mal den nächsten Sprung überleben …

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    1. Ohne Haftpflichtversicherung scheint das bodenlos leichtsinnig zu sein und ist auch gar nicht erlaubt sowas.

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  2. Moin. Ach so. Ja. Ich verstehe … nichts.
    Ok, ich darf als Ostholsteiner mit niedersächsischem Migrationshintergrund ja bei euch in Berlin so wie so nicht mitwählen. Ich würde mich nach dem wahlomatmäßigem Fazit des erfahrenen Wahlbeauftragten auch schwer tun. Wie sollte ich als Segler wählen, der sonst mit dem Auto, aber ab und zu auch mit dem Fahrrad fährt – und dabei stets bemüht ist, keine der zahllosen Touristen (Tou-, nicht Terro) zu treffen? Ihr habt doch auch viel Wasser in und um Berlin herum. Und Segler auch. Haben die keine Lobby bei euch und werden diskriminiert?
    Spaßige Grüße von der Ostsee 😉

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    1. Die Bootsbesitzer, welche hemmunglos ihrem Hobby in Berliner Gewässern nachgehen, haben bestimmt eine Lobby, Doch der arme Schwimmer der mit spärlicher Bekleidung in der Sonne am Strand darbt, hat keine. Dem muß Abhilfe geschaffen werden. Die Grauen oder die Violetten könnten geeignete Ansprechpartner sein. Wahrscheinlich ist es jedoch am besten eine eigene Interessenvertretung zu gründen. LG an die ferne schöne Ostsee.

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      1. Ja gut. Ich überlege. SPD, Segler-Piraten-Deutschland. Aber SPD ist schon vergeben. Die segeln zwar auch, aber dem Abgrund entgegen. Auch blöd. Ich überlege weiter 😉
        Grüße nach Berlin.
        P.S.: Schwimmer und spärliche Bekleidung muss nicht sein. Früher gab es (auch schon – oder nur) Ganzkörperbadeanzüge. Im Fundus unserer Seebäder-Museen lassen sich sicher noch welche finden. Soll ich welche schicken – oder könnten die heute für Irritationen sorgen, fallen gar unter ein Verbot? 😉

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        1. Die letzte Botschaft lautet,gerade eben erblickt: ‚Wer Müller will, muss SPD wählen.‘ Fehlt nur noch das Wort: leider. Also damit scheint die Bezeichnung wieder frei zu werden 🙂

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  3. Der Brief ist doch schon lange raus: gewählt!

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    1. Also bis zum 16. 9. könne man einen Antrag für die Briefwahl stellen. Stehen die Ergebnisse denn doch schon fest? Na ja, dann gehe ich eben im nächsten Jahr zur Bundestagswahl.

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