IMG_1130Leicht mißmutig schaute der Parteivorstand in die illustere Runde zahlreicher Mitarbeiter. Nach den kurzweiligen Ausführungen über geschickte psychologische Strategien beim product placement, ergriff nun mit nasal jammernden Unterton der Sprecher des Wirtschaftsausschusses, nebenberuflich Unternehmensberater, das Wort.

Fehlende Innovationsbereitschaft trotz Markterweiterung infolge des Zusammenschlusses befreundeter Anrainerstaaten und stetig schrumpfende Verbraucheranzahlen beeinträchtigen die Investitionsstimmung. Nur dem mutigen Engagement der Regierung in letzter Zeit seien neue Impulse zu verdanken. Die allgemeine Grundversorgung müsse auf den Weg gebracht werden; schon allein um der extremistischen Forderung von Mitbeteiligung an den Produktionsmitteln den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Noch immer verweigern manche Länder mit nationalistischer Stimmungsmache ihre Unterstützung bei der Gestaltung lebenswerter Zukunft. Erst die Normung vieler Produkte durch selbstbestimmte Kommissionen ermöglicht die Beherrschung des Marktes durch verlässliche Partner, wobei kleineren Konkurrenten das Überleben in Nischen weiterhin möglich bleibt. Im Streit um Ressourcen und Ideologien ist eine steigende Nachfrage  nach Hilfsgütern zu verzeichnen.

Unter dem Stichwort:“One world. We are one“ eröffnen sich  globalistischen Maßnahmen vielversprechende Wege der Einflussnahme. Immer mehr Menschen zieht es in Länder mit dem Angebot nahezu unbegrenzter Lebensgestaltung, deren jeweiligen Ideale bei Anerkennung demokratischer Regeln grundsätzlich als gut und gleich betrachtet werden.

Mit der Einführung mehrfacher Mitgliedschaft in den zugelassenen Parteien nach den Vorbildern multipler Staatsangehörigkeiten oder gleichzeitiger Besetzung mehrerer Posten werden Synergieeffekte geweckt. Der fruchtbare Ausgleich der Interessen findet so im Miteinander seinen sichtbaren Ausdruck. Selbst im Fußball kann dieses Modell trotz aller Unkenrufe den Spielverlauf überraschend beleben. Bisher steht allerdings in der Wirtschaft das Treueprinzip gegenüber dem Arbeitgeber solcherlei Erwägungen im Weg. Konsultationen führender Vertreter von Weltkonzernen lassen immerhin einen vagen Hoffnungsschimmer aufglimmen.

Die  vorgeschlagene Wahlkampfparole: „Geschlossen offen sind wir stark“  beruht auf der gesicherten Erkenntnis vieler Expertisen, wonach sich jede verschlossene community unweigerlich mittels Teilhabe und Anerkennung öffnet. Erste Reaktionen wie:“Mir ist alles gleich.“ lassen eine Wiederwahl erhoffen.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

5 Comments

  1. Schönes oto, schöne Stimmung! 🙂

    Gefällt 2 Personen

    Antwort

  2. Tja, so geht DDR heute. Wir dürfen es Tag für Tag erleben.

    Gefällt 1 Person

    Antwort

    1. Den Merkantilismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.

      Gefällt 1 Person

      Antwort

      1. Wenn wir in unserer Führungsriege doch bloß Ochsen und Esel hätten.
        Ich habe das Gefühl, unsere Herrschaften rangieren noch darunter …

        Gefällt 1 Person

        Antwort

  3. „Offene Geschlossenheit“ Das ist das Zauberwort! 😉

    Liebe Grüße,
    Frank

    Gefällt 1 Person

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s