Den vielen Gückwünschen zur erfolgreichen Wiederwahl möchten wir uns gerne mit rückhaltiger Zustimmung anschließen. Sorgen und Nöte der Wählerschaft haben eine persönliche Stimme gefunden bei der sozialverträglichen Vermittlung zukunftsfähiger Maßnahmen zur Stadtentwicklung. Mit der nachträglichen Änderung der Bebauungspläne kann die gewünschte Nachverdichtung positiv umgesetzt werden. Auch die planmäßige Umwandlung von Kleingärten und Friedhöfen in Bauland zeigt erste Fortschritte. Nicht zuletzt haben ausführliche Berichte, Öffentlichkeitsarbeit und Spenden nachhaltig Unsicherheiten  beseitigen können.

Die zunehmende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt verlangt nach einer Angebotssteigerung, welche durch eine aufstrebende Bauwirtschaft in einem zinsgünstigen Umfeld ermöglicht wird. Investoren begrüßen diesen Wandel ausdrücklich und tragen verantwortungsvoll zum allseitigen Wachstum bei. Der Ruf nach Urbanität und lebendigen Kiezen verhallt nicht ungehört.

Einzelne Bürgerbegehren konnten zumeist erfolgreich abgewehrt werden. Hinter  populistischen Argumenten, daß angesichts der zu erwartenden Klimaerwärmung gerade Grünflächen ein guter Puffer dagegen wären oder  diese Flächen seien ursprünglich zur Erhaltung der Gesundheit und für Erholung angelegt worden, verbirgt sich Eigennutz. Ohne das Allgemeinwohl zu achten, werden grüne Flächen von Kleingärtnern besetzt gehalten. Nach heutigen Maßstäben sind Sichtachsen oder weitläufige Parks einer früheren Stadtgestaltung purer Luxus in einer modernen Welt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten virtuell ästhetische Naturbilder zu genießen.

Dem Konzept des Innenraumklimaschutzes wird durch ökologische Bauweise und nachhaltige Kimaanlagen Rechnung getragen. Außer bei schnell zu bauenden Unterkünften in neuen Stadtquartieren finden so die Energiespargesetze ihre Anwendung. Die zwischen die vorhandene Bebauung gesetzten Baukörper vermeiden durch beidseitig offene Zugangswege die Enge damaliger Hinterhöfe, welche oft Brutstätte sozialer Unruhen waren. Harmonisch integrieren sich die neuen Wohnstätten in das Ensemble und geben gerade durch Nähe die Chance für Nachbarschaftskontakte.

Geschlossene Gesellschaften, wie sie Schrebergärtner nun mal bilden, stellen eine dunkle Parallelwelt dar. Tagsüber geben sie sich freundlich, liegen gemütlich auf der Wiese oder schlürfen einen Cocktail. In der Dämmerung werden allerdings mit Rasenmähern geheime Tätigkeiten übertönt. Von was fühlt sich ein Kleingärtner nicht bedroht? Angefangen von Schnecken, Ameisen über Wühlmäuse bishin zuTauben kommen jetzt noch Drohnen hinzu; von denen vermutet wird, Fotos zu schießen. Ein von sicherlich unbegründeter Angst erfülltes Leben.

In dieser scheinbaren Idylle finden finstere Pläne ihre Ausarbeitung. Erst neulich ist eine harmlose Vermessungsdrohne zum Absturz gebracht worden. Obiges Foto, freundlicherweise von einem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, zeigt eine geheime Sendeanlage. Angesichts unserer Förderung vieler sozialer Projekte, der Organisation beliebter Wohltätigkeitsveranstaltungen und der Errichtung einer Schule für sozial Benachteiligte wäre eine Einstufung als gemeinnütziger Verein erstrebenswert.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin guter Zusammenarbeit                                                                                                                                                               gez.          One house for all

 

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

10 Comments

  1. Werter Schlingsite!
    Die Sendeanlage fügt sich in der Tat äußert geschmeidig in die grüne Oase ein. Für den laienhaften Betrachter kaum sichtbar. Gut, dass hier explizit darauf hingewiesen wird. Vielen Dank für die aufklärende Recherche.
    Herzliche Grüße
    Mallybeau M. (auf der Almwiese stehend und Sendemasten eliminierend) 🙂

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    1. Wenigstens konnte der Briefinhalt bekannt werden und der Fotograph hat nach gutem Zureden die Seiten gewechselt. Puh, ein heißes Eisen.

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      1. Oh, das scheint wirklich ein brisantes Thema zu sein. Ich werde mir sofort ein Tarnfell zulegen, um unentdeckt zu bleiben.

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        1. Das klingt gut. Sobald was Neues in der Gerüchteküche kocht, krieg`ste verschlüsselte Post. Natürlich mit unsichtbarer Tinte jeschriem.

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  2. Ich erbitte weitere Informationen zu den Geheimtätigkeiten der Schreber.
    Danke.
    😉

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    1. Genaues weiß man nicht, aber seitens der Investoren wird die Wiedereinführung eines Dauerwohnrechtes befürchtet.

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  3. also soll in berlin ein kaltluftentstehungsgebiet auf betreiben von investoren zu bauland umgewandelt werden und bestand schön nachverdichtet werden? für sowas gibts nen neuen bebauungsplan?

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    1. Das ist nicht nur in Berlin so. In Schmargendorf ging es um die Cornelsenwiese mit einer Gartenkolonie Oynhausen.
      Bis 2020 gesicherte Gärten stehen auf der Liste.

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      1. Wenn dann wenigstens die Bebauung sinnvoll wäre aber so klingt das ja einfach nur traurig. Leider können wir in Deutschland einfach keine sinnvolle Nachverdichtung.

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