013e838bea8036ecc1e19f3fd56504268b33f1458f_00001Nach Klunki`s halben Rauswurf aus der „Villa“ erfreute sich das „Ice“ erhöhter Umsätze, denn eine Menge Leute schwammen in seinem Fahrwasser. Der etwas peinliche Abgang löste bei ihm jedesmal Sodbrennen aus, wenn er  nur daran denken mußte und das war oft der Fall. Daß ihm eines seiner Mädchen an Jekyll verlorenging, war schon ärgerlich genug, doch bloßgestellt zu werden, machte noch weniger Spaß. Am liebsten hätte er Mandy vor allen so zur Sau gemacht, daß sie sich nie wieder blicken lassen könnte. Inzwischen war fast jeder sauer auf sie und erst Jekyll`s Eingreifen beendete die Szene auf offener Straße. Klar, sie waren kein bißchen besser. Hatte nicht jeder schon mal dasselbe getan und woher nahm man dann das Recht, jemand dafür zu verurteilen? Also Schwamm drüber. Aber so ganz ohne konnte es nicht bleiben. Joy war ihm noch einen Gefallen schuldig und ließ sich gut für eine kleine Rache einspannen.

Die Spur war so dick gelegt worden, daß selbst Polizeichef Blume was davon mitbekam. Ein mit Pulver präpariertes Fahrrad im Hof der Villa war das Herzstück des bis ins Detail geplanten Anschlages.Vor seinen Augen leuchteten Schon die Schlagzeilen: „Drogenrazzia in der Villa“ Pikant daran war, daß  auch die Tochter von Blume im Netz zappelte. Das bisherige Stillschweigen von Joy`s Leuten wurde dankbar aufgenommen. Ausgerechnet Jekyll fehlte, dann wäre es echt perfekt. Hatte wohl von irgendwoher Wind bekommen.

Derweil schlugen auch anderswo die Alarmglöckchen an. Die verschlüsselte Nachricht an Förster-Kluge lautete:“Bitte benutzen Sie auch unseren  aktualisierten Datenpool. Vielen Dank. Norton. Automatisierte Nachricht. Nicht antworten.“  Also ein übliches Treffen war angesetzt worden. Tja, endlich ging es wieder los. Ein paar Tage Urlaub sind nicht schlecht, aber Wochen, Monate nervten. Der Auftrag allerdings war mehr als unklar. Er entschied sich erst mal nur einen stillzulegen. Beide zugleich erschien ihm unnötig. Aber wer hört schon auf ihn.

Mit Kompromißfähigkeit lassen sich schnell einfache Lösungen finden. Joy zeigte sich nach einem Gespräch über seine künftigen Bewährungsauflagen einsichtiger als gedacht. Die Drogenfunde in der mittlerweile konzessionslosen Villa ließen sich nicht zuordnen. Klunki überlegte, ob er nicht übernehmen sollte. Wäre ja auch wirklich schade um diese schöne Lokation. Die anschließend angeleierte Kampagne gegen Drogen war dank breiter Unterstützung voller Erfolg beschieden. Sogar eine Ersetzung des beliebten und erfolgreichen Polizeipräsidenten erwies sich als unnötig.

Veröffentlicht von schlingsite

Unverhofft kommt oft.

One Comment

  1. Sehr schönes Foto. 🙂

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